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Das lange Warten - Teil 2

Nachdem mich gestern beim Schreiben ein Anfall akuter Lustlosigkeit überfallen hat, möchte ich heute die restlichen, noch offenen, Fragen beantworten:

Auch in Kanada ist eine Grundbesitzabgabe üblich.
Wenn man nur ein nacktes Grundstück besitzt, ist die in der Regel sehr niedrig. Grundstücke mit einer Größe von 2-3 acres (8.000 - 12.000 qm) kosten in der Regel nicht mehr als 50 bis 100 Can$ (Das sind die mir bekannten Werte - es kann natürlich Abweichungen geben). Teurer wird es erst, wenn Sie sich dazu entschließen, Ihr Grundstück durch ein Haus aufzuwerten. Der Wert Ihres Hauses wird im Übrigen nicht von Ihnen ermittelt, sondern von dem zuständigen Regierungsbeamten. Es kann also durchaus passieren, dass Ihr Haus steuerrechtlich auf einmal viel mehr oder viel weniger wert ist. Je geringer der Wert Ihres Hauses eingeschätzt wird, desdo besser für Sie. Geringer Hauswert = geringere Steuerbelastung.

Die jährliche Belastung dürfte für ein "normales" Haus bei ca. 1.000 - 1.500 Can$ pro Jahr liegen. Diese Werte habe ich von befreundeten Hausbesitzern. Falls Sie sich jedoch entschließen sollten, sich einen 400 qm Palast mit geteerte Zufahrt zu bauen, können die jährlichen Belastungen ganz andere Werte erreichen.
Ich kenne Kanadier, die bewußt jede Menge Müll um Ihr Haus verteilen, nur um den Eindruck von einem runtergekommenen Haus zu erwecken.
Der Wert Ihres Hauses wird einmal im Jahr ermittelt. Auf dem Papier könnten Sie also durchaus ernorme Wertsteigerungen erzielen, was allerdings nicht wünschenswert wäre.
Zur Ermittlung des Hauswertes müssen Sie den Regierungsbeamten allerdings nicht in Ihr Haus lassen. Der "Van Gogh" über dem Kamin könnte vielleicht einen falschen Eindruck erwecken.

Auch das Thema Versicherungen sollte man nicht unterschätzen. Haben Sie eine Alarmanlage, so ist das gut für eine geringere Prämienhöhe. Liegt Ihr Haus in einem Stadtzentrum oder an einer Staatsstraße,die im Winter geräumt wird, so ist das ebenfalls nicht von Nachteil.
Haben Sie sich aber für die diskrete Alleinlage, mitten im Wald, an einer selbstgebauten "Gravel-Road" entschieden, so können Sie durchaus von sehr hohen Versicherungsprämien ausgehen.
Außerdem ist es wichtig, dass Sie einen sogenannten "Housekeeper" einsetzen, der täglich nach dem Rechten sieht.

Ein weiterer Punkt sind die laufenden Kosten. Auch im Winter, wenn Sie Ihr Haus vielleicht gar nicht bewohnen, laufen die Stromkosten weiter. Gerade im Winter. Empfehlenswert ist es, dass Sie die Mindesttemperatur in Ihrem Haus auf 10° - 12° halten. Ansonsten könnte es passieren, dass sich Ihr schöner "Hard floor" Boden in eine Wellenlandschaft verwandelt.

13.12.2009, 21:21 von Lost Highway | 153 Aufrufe
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Telemekelchen 26.06.2010, 16:51
Puuuhhh, eine Mordshitze, da kann man nur eins tun: nichts! Viel Spass allen am morgigen Fußball-Sonntag!
Telemekelchen 30.01.2010, 11:16
Kanadische Wetterverhältnisse bei uns in Kamen. Gut das wir Wochenende haben und uns nicht unnötig auf der Strasse herumtreiben müssen!
Lost Highway 06.01.2010, 18:54
Mittlerweile haben wir in Kamen - nicht in Kanada - auch Schnee. Und das schon seit sylvester. Das ist für das ruhrgebiet egher ungewöhnlich...CUsoon
Tumeka 06.01.2010, 14:25
Hi Lost, also hier liegt seit anfang dezmeber schnee, bis heute *gg*
Lost Highway 12.12.2009, 10:26
Wir haben den 12. Dezember und immer noch kein Schnee! Was soll das?
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